Schädling

Apfelwickler

Raupe des Apfelwicklers, Cydia Pomonella, Raupenlarve frisst föhlich am Apfel
Überblick
lat. Name Cydia pomonella
Wirtspflanzen Apfel, Birne, Marille, Pfirsich sowie Walnuss
Aussehen Raupe: bis zu 20 mm große, in jungem Stadium gelblich-weiß, später rötlich gefärbte, braunköpfige Raupe mit acht Beinpaaren
Kleinschmetterling: 100 mm langer Falter; bis zu 20 mm Flügelspannweite; aschgraue, von dunklen Bändern durchzogene Vorderflügel mit bronze-schwarzfarbenen Fleck an der Spitze
Befallszeit 1. Generation: Mai - Juli
2. Generation: August - Oktober
Raupe des Apfelwicklers, Cydia Pomonella, Raupenlarve frisst föhlich am Apfel
  • Schadbild
  • Entwicklung des Schädlings
  • Befallskontrolle

Der Apfelwickler zählt zu den bedeutendsten tierischen Schädlingen des Kernobstes. Er kann beachtliche Ernteausfälle hervorrufen und sekundär Fruchtfäule am Baum und im Lager begünstigen. Die Raupe bohrt sich bis zum Kerngehäuse in den Apfel ein und frisst dabei sowohl Fruchtfleisch als auch die Kerne. In den Fraßgängen hinterlässt sie braune Kotkrümel. Teilweise wird der Kot durch das Einbohrloch nach draußen befördert. Befallene Früchte fallen vorzeitig ab und beginnen zu faulen.

Je nach Standortklima entwickelt der Apfelwickler in Deutschland in 2 Generationen. In kühleren Gebieten entwickelt sich nur eine Generation. Die Falter schlüpfen Ende April. Die Weibchen legen bei Temperaturen über 16°C ca. 80 bis 120 Eier einzeln auf Früchte oder umliegende Blätter ab. Nach ca. 8 – 15 Tagen schlüpfen die Raupen und bohren sich nach einem Oberflächenfraß in die Frucht ein. Sie durchlaufen innerhalb von etwa vier Wochen fünf Stadien und verlassen anschließend die Frucht, um sich unter der Borke oder im Boden zu verpuppen. Ab Juli tritt eine zweite Falter-Generation auftritt. Die Larven dieser Generation schlüpfen Ende Juli und schädigen in dieser Zeit schon reifende Früchte.

Monitoring der Entwicklung des Apfelwicklers mit TRIPHERON®-Fallen
Der Flugbeginn der Falter kann durch Pheromonfallen festgestellt werden. Pheromonfallen fangen die männlichen Falter ab und können somit teilweise die Befruchtung der Weibchen und dementsprechend die Eiablage reduzieren. Sie sollten ab Ende April in den äußeren Kronenbereich der Bäume gehängt werden. Am Beginn des Falterfluges lässt sich der Beginn des Larvenschlupfes und somit der notwendige Behandlungszeitpunkt ableiten.

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