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NeemPro®tect mit Margosa Extrakt (gegen Eichenprozessionsspinner)

Aktuelles zur Zulassung von NeemProtect
NeemProtect erhält als erstes Biozid die offizielle Zulassung zur Anwendung gegen den Eichenprozessionsspinner!

Zulassungsnummer: DE-0011980-18

NeemProtect erhält Biozidzulassung!

  • Allgemein:
    NeemPro®tect ist ein Biozid mit Margosa Extrakt. Dieser Extrakt aus dem Neemsamen mit dem Wirkstoff NeemAzal® wird seit Jahren im ökologischen Landbau eingesetzt.
    Die Behandlungslösung, eine Mischung von NeemPro®tect mit Wasser, wird großzügig auf die Blätter der zu behandelten Bäume aufgebracht/aufgesprüht. Hierzu wird seitens Trifolio-M eine 0,5% Behandlungslösung empfohlen, um eine optimale Wirkung zu erhalten. Für einem Baum mittlerer Größe wird eine 20 L Behandlungslösung benötigt, woraus sich ein Wirkstoffverbrauch von ca. 100ml NeemPro®tect ergibt.
    Nach dem Antrocknen der Behandlungslösung ist das Anwendungsgebiet wieder voll nutzbar. Weitere Absperrungen und Wartezeiten sind nicht nötig.

    Wirkungsweise:

    Durch Fressen der behandelten Blätter nehmen die Raupen NeemPro®tect auf. Bei den Raupen stellt sich in kürzester Zeit ein Fraß- und Entwicklungsstopp ein. Weitere Eiablagen werden so verhindert. Da NeemPro®tect kein Kontaktgift ist, sterben die Raupen erst ca. 2-7 Tage nach der Behandlung. Die gefährlichen Brennhaare können sich ab der Behandlung nicht mehr ausbilden.

    Anwendungsbereiche:
    Das Mittel wird an Eichenbäumen auf Flächen für die Allgemeinheit, öffentlichen Alleen, öffentlichen Straßen und an Waldrändern angrenzend an Siedlungsbereiche mit dem Anwendungsziel des Gesundheitsschutzes angewendet.
    Unter Flächen für die Allgemeinheit fallen z.B.: öffentliche Parks und Gärten, Grünanlagen in öffentlich zugänglichen Gebäuden, öffentlich zugängliche Sportplätze einschließlich Golfplätze, Schul- und Kindergartengelände, Spielplätze, Frieshöfe sowie Flächen in der Nähe von Einrichtungen des Gesundheitswesens (Aufzählung nicht abschließend).

    Schutzmaßnahmen Anwender:
    Der Anwender muss während der Applikation chemikalienresistente Schutzhandschuhe und einen Schutzanzug (mind. Typ 3 oder 4, EN 14605) tragen.

    Abstand zu Oberflächengewässer:
    Bei der Ausbringung mit handgeführten Sprühgeräten, ist ein Sicherheitsabstand zu Oberflächengewässer von mindestens 20 m einzuhalten.
    Bei der Ausbringung mit fahrzeuggeführten Sprühgeräten (u.a. Sprühkanonen), ist ein Sicherheitsabstand zu Oberflächengewässern von mindestens 90 m einzuhalten.

    Absperrmaßnahmen/Risikominderungsmaßnahmen:
    1. Während der Applikation und bis zum Antrockenen des Spritzbelages dürfen die Flächen unter den behandelten Bäumen nicht betreten werden.
    2. Die allgemeine Öffentlichkeit ist bis zum Antrocknen z.B. durch Warnschilder zu informieren.
    3. Das Produkt darf nicht verwendet werden, wo Nahrungsmittel, Wasser und Futtermittel kontaminiert werden können.

    Wirkstoff:
    Margosa-Extrakt

    Gebinde:
    1 L / 5 L / 25 L

    Haltbarkeit:
    12 Monate

    Lagerung:
    Kühl und trocken lagern, bei ca. 15° C – 20° C! Bei Lagerung unter 10° C kann es zu Ausfällungen kommen, die nach Erwärmen auf ca. 20° C bis 30° C ohne Wirksamkeitsverlust wieder verschwinden. Vor der Verwendung von NeemPro®tect gegebenenfalls vorhandene Ausfällungen unbedingt durch Erwärmen beseitigen.

    Biozide sicher verwenden.
    Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen.
     

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      • Zulassung:
        NEU: BAuA Registriernummer: DE-0011980-18

      • Demnächst hier aktualisiert.

      • Informationen Eichenprozessionsspinner, kurz EPS (Thaumetopoea processionea):
        In Fachkreisen wird davon ausgegangen, dass der Eichenprozessionsspinner aufgrund des Klimawandels hervorragende Lebensbedingungen auch in nördlichen Ländern vorfindet. Vereinzelt trat er zwar bereits in der Vergangenheit in Deutschland auf, die nun zu beobachtende Ausbreitung ist in dieser Intensität aber neu. Ursprünglich war der EPS eher in südlichen Gebieten Europas anzutreffen. Mittlerweile ist seine Population über weite Teile Europas bis hin nach Vorderasien verbreitet.
        Der EPS kommt hauptsächlich an Stiel-, Rot- und Traubeneiche vor. Lediglich in sehr starken Befallsjahren können auch vereinzelt andere Baumarten besetzt werden. Bei den befallenen Bäumen treten Fraßschäden an den Blättern bis hin zum Kahlfraß auf. Schwerwiegender stellen sich allerdings die gesundheitlichen Auswirkungen der Brennhaare der Raupen auf den Menschen dar.
        Die Raupen des EPS schlüpfen Ende April bis Anfang Mai (je nach Wetterlage) aus den Eiern, die die Weibchen im Vorjahr an den besonnten Zweigen in der oberen Baumkrone der Eichen abgelegt haben. Diese Larven durchlaufen 5 bis 6 Entwicklungsstadien, bis sie sich im Juli in großen Nestern verpuppen.

        In den ersten beiden Stadien sind die Raupen für den Menschen ungefährlich. Erst ab dem dritten Stadium entwickeln sie sogenannte Brennhaare, die sehr leicht abbrechen und vom Wind verdriftet werden. Diese Haare enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das starke Hautreizungen hervorruft, die Augen und die oberen und unteren Atemwege reizen kann und auch Allgemeinsymptome verursachen kann wie Schwindel, Fieber und Benommenheit.
        Deshalb ist es wichtig, die ersten beiden Larvenstadien frühzeitig zu behandeln, bevor sie die Brennhaare bilden, um so eine Gesundheitsgefährdung zu vermeiden. Im innerstädtischen Bereich sollte für diese Behandlung ein Biozid eingesetzt werden.