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Forschung und Entwicklung

Die Trifolio-M GmbH entwickelt schwerpunktmäßig Herstellungs- und Reinigungsverfahren für Pflanzeninhaltsstoffe. Zur Verfügung stehen dazu präparative und analytische Labors (GLP zertifiziert), sowie die Möglichkeit zur Durchführung von Wirksamkeitsuntersuchungen im Labor, im Gewächshaus und im Freiland.

  • Ein weiteres Forschungsgebiet ist bei Trifolio-M seit langem die Anwendung von Pflanzenextrakten in Obst- und Gemüsekulturen zur Verhinderung eines Ertragsschädigenden Befalls mit (phytopathogenen) Pilzen. Besonderes Augenmerk legen wir hierbei auf die im biologischen/ökologischen Pflanzenbau zur Zeit nur mit kupferhaltigen Mitteln zu kontrollierende Kraut- und Braunfäule bzw. Knollenfäule (Phytophthora infestans) an Tomaten und Kartoffeln sowie den Erreger von Grauschimmel (Botrytis cinerea).
    Da die personellen und finanziellen Kapazitäten in der Firma begrenzt waren, konnte lange Zeit nicht sehr intensiv geforscht werden, was sich ab 2007 durch die Einstellung weiterer Mitarbeiter änderte. Relativ zeitgleich wurde über ein kooperierendes Institut ein Kontakt zu einer griechischen Forschungsgruppe aufgenommen, die sehr interessante Ergebnisse mit einem Extrakt aus einer Heil- und Gewürzpflanze bei der Anwendung gegen einige Pilze erreicht hatten. Trifolio-M erlangte die Patentrechte an der Herstellung und Anwendung dieses Extraktes und arbeitet nun intensiv daran, möglichst bald ein Fungizid basierend auf diesem Extrakt auf den Markt bringen zu können. Möglich wurden und sind diese sehr aufwändigen und teuren Entwicklungsarbeiten unter anderem durch öffentliche Gelder, die Trifolio-M durch die Teilnahme an nationalen und internationalen Projekten erhält: E 4428 GREENPROTECTION (eurostars), Verbundvorhaben: „Entwicklung eines biologischen Pflanzenschutzmittels aus Süßholz mit sicherer Wirkung im Freiland unter Nutzung effizienter Anwendungstechnik“ Arbeitsschwerpunkt 1: „Industrielle Forschung und Grundlagen“ Teilprojekt 1: „Formulierung, Standardisierung und Extraktionsoptimierung“ (BÖLN) und „COFREE: Innovative Strategies for copper-free low input and organic farming systems“, (Seventh Research Framework program).

    Parallel untersuchen wir darüberhinaus in weiteren Projekten die Möglichkeiten, ob und in welcher Form sich Extrakte aus landwirtschaftlichen Neben- und Abfallprodukten aus dem Weinbau und der Holzwirtschaft als Fungizide einsetzen lassen: „Wert- und Wirkstoffe aus Traubentrester“, Pro INNO II; „Gewinnung alternativer Fungizide aus Traubentrester als Kupferersatz fürden ökologischen Landbau“, BÖLN und „FORESTSPECS: Wood Bark and Peat Based Bioactive Compounds, Speciality Chemicals, and Remediation Materials:from Innovations to Applications, (Seventh Research Framework program).

    Zur Zeit arbeiten vier Wissenschaftler in diesem intern als „Pilzbrut“ bezeichneten Bereich. Zu unseren Aufgaben gehören vor allem die Entwicklung von sicher wirkenden und den Anforderungen des ökologischen Landbaus entsprechenden Formulierungen. Durch den Zusatz von Emulgatoren, UV-Stabilisatoren u. a. Hilfsstoffen, sollen die Wirkstoffe der Extrakte als Spritzbrühe applizierbar und auf der Pflanze stabil gehalten werden, so dass diese, wie im ökologischen Nutzpflanzenbau übliche Zeitspanne von bis zu 10 Tagen, vor der Infektion mit Pilzen geschützt ist.