- Informationen zur Herbstgrasmilbe (Neotrombicula autumnalis)

Die erwachsene Milbe ist bis zu zwei Millimeter groß, dicht mit Haaren besetzt und intensiv rot gefärbt. Sie ist ebenso wie die Deuteronymphe freilebend (siehe Abbildung 1) Beide ernähren sich von Pflanzenmaterial, Milben- und Insekteneiern. Vier Wochen nach der Eiablage am Boden schlüpfen die Larven und klammern sich an vorbeikommenden Tieren oder Menschen fest.

Die 0,2 bis 0,5 Millimeter große Larve der Herbstgrasmilbe ist oval und blaßgelb bis orangerot gefärbt. Sie parasitiert auf Säugetieren und Menschen. Die Larve bildet beim Saugen von Lymphe und Blut ein Saugrohr aus, mit dem sie sich sechs bis acht Stunden in der Haut ihres Wirtes verankert. Nach dem Saugakt läßt sie sich auf den Boden fallen und setzt dort ihre Entwicklung zur Nymphe fort. Die Larven bevorzugen niedrige Vegetation (bis 5 cm Höhe), Moos in Rasenflächen oder auf Terrassen und gemulchte Beete.

24 Stunden nach dem Saugen beginnt ein sehr starker Juckreiz mit Quaddelbildung, der bis zu sieben Tagen andauert. Es kommt teilweise zu Haarausfall. Die Larven gehen oft in großer Zahl auf Tiere über, wodurch regelrechte gelborange Beläge entstehen, vorzugsweise an dünnhäutigen Stellen (Schnauze, Augenbögen, Unterbauch) und in Hautfalten. Beim Menschen kommt es meist nur zum Befall mit einzelnen Parasiten.

Abb. 1. Der Lebenszyklus von Neotrombicula autumnalis: 1 Parasitische, vollgesogene Larve auf dem Menschen. 2 Hypobiotische Protonymphe. 3 Freilebende Deutonymphe. 4 Hypobiotische Tritonymphe. 5 Adulte Milbe. 6 Ei. (Nach Jones, 1951. Aus Lucius, R., Loos-Frank, B., 1997, “Parasitologie”)

In zahlreichen Versuchen mit NeemAzal gegenüber beißenden und saugenden Schädlingen wurden folgende Wirkungsmechanismen nachgewiesen:

 1. Frassstopp und Inaktivität einige Stunden nach Aufnahme des Wirkstoffes,
 2. Entwicklungshemmung nach einigen Tagen,
 3. Fertilitätsreduktion der Weibchen,
 4. Mortalität nach einigen Tagen.

Literatur:
Lucius, R., Loos-Frank, B., 1997, “Parasitologie”, Spektrum Akademischer Verlag
Löwenstein, M., Hönel,A., 1999, “Ektoparasiten bei Klein- und Heimtieren”, Enke Verlag
Gliesmann, S., Hermanns-Sellen, M., “Ungeziefer im Haushalt”, Wissenschaftsladen Gießen e.V.

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